Endlich mal wieder n' Video // Achtung Tech- Meck!


Ich mag ja gut gemachte Videos total gerne. Dazu gehören immer zwei Dinge. Gut gefilmtes Ausgangsmaterial und natürlich ein ordentlicher Schnitt. Während ich ersteres einigermaßen beherrsche, reißt mir bei zweiterem regelmäßig der Geduldsfaden. Auch dieses Projekt war wieder strapaziös. Eigentlich hat alles ganz cool angefangen.

Ich hab nach einem Besuch bei meinem Fotokumpel Floryan beschlossen, mir eine DJI Mavic zu kaufen. Gesagt. Noch ein paar Wochen mit mir gerungen. Getan. #einhochaufonlineshopping2.0. Nach ein paar ersten zaghaften Flugversuchen im Hof, dem Wohnzimmer (Es steht noch alles) ging es mit der Drohne im Gepäck in die Ammergauer Alpen. Dort habe ich mich dann endlich mal durchgerungen das kleine Teil im Wert eines Sommerurlaubes mal etwas weiter hoch zu lassen. Die Aufnahmen haben mich wahnsinnig fasziniert. Es ist relativ einfach die Drohne zu fliegen. Wo sich jedoch Spreu vom Weizen trennt, ist ganz klar bei den Blickwinkeln und "Moves". Hier bietet die Mavic wahnsinnig viele Möglichkeiten zur Unterstützung. Bis die kleinen Flüge dann perfekt sitzen, gehen jedoch nochmal einige Flugstunden drauf. Einiger dieser konnte ich dann auf Sardinien sammeln.

Urlaub rum. Im Alltag angekommen. Check. Irgendwann mal die Daten von der Drohne runtergeladen und auf der Festplatte vergammeln lassen. Dann ein Samstag, so ein richtig prädestinierter Mountainbikesamstag. Mit Regen. Viel Regen. Also quasi (kurz um-prädestiniert) ein perfekter Video editing Nachmittag. Gesagt, getan. Den iMac als externen Monitor reaktiviert, die Lautsprecher angeschlossen und schon nach wenigen Minuten waren die ersten 4K Clips im neuen Adobe Premiere Projekt. Okay. Es stottert. Und zwar nicht nur ein bisschen. Also schnell Proxies rendern. Stottert immer noch. Also recherchieren. Rechner zu lahm. Nach neuem Macbook Recherchieren. Macbook ist nicht, Mac Pro wär besser. Geldbeutel gibt's nicht her. Also kurz back to the roots und wieder Final Cut installiert. Tut. Sogar in 4K (!). Jetzt noch schnell Filmmusik. Und schwupp hänge ich in der Krise. Nach 3,5 Stunden Archiv wühlen habe ich noch immer keinen passenden Song gefunden. Also frustriert aufgegeben. Genug für heute.

Nach einer Nacht darüber schlafen, habe ich mich entschlossen am nächsten Tag ein kurzes Video zu schneiden. Ohne den grenzenlosen Perfektionismus der sonst in aller erster Linie dazu führt, dass das Video nicht fertig wird.

Das Resultat seht Ihr nun hier. Die Aufnahmen sind wild gemixt vom Capo Testa und Porto Pozzo. Color- Grading habe ich nicht wirklich gemacht, die Einstellungen sind einfach die Grundeinstellungen der Mavic. Die Belichtung habe ich beim fliegen manuell eingestellt. Nächstes mal werde ich aber auch eine flache Einstellung wählen. Weil Color Grading ist halt schon irgendwie ein Muss. Hast Du auch eine DJI- Drohne? Welche Settings verwendest Du beim filmen?

© 2017 Benjamin Braun